Am 11. November 2025 fand in Liestal das 5. Netzwerk-Meeting von Bühnennetzwerk.ch zum Thema «Die kantonale und kommunale Förderung der Bühnenkünste in der Peripherie als Teil der nationalen kulturellen Grundversorgung. Eine Annäherung» statt. Bei dem Austausch zwischen den Verantwortlichen von Veranstaltungshäusern für die Darstellenden Künste, Vertreter:innen von Förderstellen und Bühnenschaffenden wurde untersucht, inwieweit die kantonale und kommunale Förderung der Bühnenkünste als Teil der nationalen kulturellen Grundversorgung begriffen werden kann.
Ein ausführlicher Bericht über das Meeting kann hier heruntergeladen werden.
Programm
Das Konzept der kulturellen Grundversorgung postuliert, dass es Aufgabe der Politik ist, eine flächendeckende und breite kulturelle Infrastruktur mit Zugang zu Kulturangeboten und kultureller Bildung für die Bevölkerung zu gewährleisten. Als zentrale Begründung für die Sicherstellung einer gleichberechtigen Teilhabe ALLER Bürger:innen hat das Konzept Eingang in die kommunalen, kantonalen und nationalen Kulturleitbilder gefunden. Im Bereich der Darstellenden Künste leisten die Bühnenschaffenden, die Veranstaltungshäuser und die Vermittlungspersonen in der Peripherie de facto nicht nur einen essenziellen Beitrag zur kulturellen Grundversorgung, sondern sie sind die eigentlichen Garanten dafür, dass auch abseits der urbanen Zentren ein vielfältiges Angebot verfügbar ist.
Das Meeting wurde durch ein Gespräch über den Begriff der «kulturellen Grundversorgung» eingeleitet, zu dem Alt-Ständerätin Christine Egerszegi, Präsidentin des Trägervereins der Bühne Aarau, und Dr. Franziska Breuning, Co-Leiterin des Studiengangs Kulturmanagement der Universität Basel, eingeladen waren. Im Anschluss an das Gespräch mit Christine Egerszegi und Dr. Franziska Breuning vertieften die Teilnehmenden in Workshops sechs Aspekte zu Fragen der Kulturförderung in der Peripherie.
Expert:innen
Dr. Franziska Breuning, Leiterin des Studiengangs Kulturmanagement, Universität Basel:
Kulturelle Grundversorgung: Eine Begriffsklärung
Christine Egerszegi, Präsidentin des Trägervereins der Bühne Aarau:
Kulturelle Grundversorgung aus der Sicht des Publikums
Dieter Kaegi, Präsident des Schweizerischen Bühnenverbandes und Intendant des TOBS:
Theater in der Peripherie als Teil der kulturellen Grundversorgung
René-Philippe Meyer, Leiter der «Kulturellen Teilhabe» an der Dienststelle für Kultur des Kanton Wallis
Förderung als Initialmoment für Produktion
Esther Roth, Kulturbeauftragte des Kantons Baselland:
Förderung der Darstellenden Künste zwischen Peripherie und urbanem Zentrum
Iris Weder, Leiterin der Abteilung Kultur der Stadt Zug:
Kulturförderung im Spannungsfeld von regionaler Verankerung und globaler Vernetzung
Beatrice Goetz, Leiterin der Fachgruppe Theater/Tanz des Aargauer Kuratoriums:
Nachwuchsförderung in der Peripherie
Ralph Aschwanden / Michel Truniger, Kulturbeauftragter des Kantons Uri / Leitung Theater Uri:
Förderung der Laienkultur als Teil der kulturellen Grundversorgung
Saima Sägesser, Migros Kulturprozent m2act und Stadträtin der Stadt Langenthal:
Die Peripherie aus der Perspektive der privaten Förderung der Darstellenden Künste
